Neuer Standort für den Fachbereich Pflege und Gesundheit sowie den Hochschulsport auf dem Gelände der ehemaligen Mühle Heyl

Im Realisierungswettbewerb um den Neubau, den Umbau und die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Mühle Heyl hat das Preisgericht die Arbeit des Kasseler Architekturbüros ATELIER 30 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

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Visualisierung des Entwurfs der ATELIER 30 Architekten GmbH
Visualisierung des Entwurfs der ATELIER 30 Architekten GmbH
Neuer Standort für den Fachbereich Pflege und Gesundheit sowie den Hochschulsport auf dem Gelände der ehemaligen Mühle Heyl der Hochschule Fulda
Wettbewerbsart Realisierungswettbewerb
Auslober Land Hessen
vertreten durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst,
vertreten durch die Hochschule Fulda,
vertreten durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Niederlassung Nord/Ost
in Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium der Finanzen
Stand des Verfahrens Preisgerichtsentscheidung vom 21. Juni 2016

Aus der Erläuterung der Jury:

Den Verfassern gelingt es, eine zusammenhängende städtebauliche Struktur zu entwickeln, die das bestehende Ensemble zwischen Bestand und Neubebauung in eine gute Beziehung zueinander setzt. Dabei wird eine unprätentiöse, selbstverständliche gestalterische Einheit zwischen Alt und Neu entwickelt und der neue Standort mit dem Areal der Hochschule räumlich gut vernetzt. (…)

Durch die klammerartige Bewegung der Bauvolumen entstehen wohl proportionierte Innenhöfe unterschiedlichen Charakters mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Raumfolge des Platz-Wegesystems am neuen Zugang zum Campus wird gestärkt und ein überzeugendes Angebot an öffentlichem Raum unterbreitet. (…)

Mit gut gewählten architektonischen Mitteln – Gliederung, Proportion, Maßstab und Detailqualität - wird eine Bauanlage von hoher Qualität erreicht. Klare horizontale und vertikale Erschließung, günstige Zu- und Anordnung der Nutzungsbereiche und gute Orientierbarkeit charakterisieren die Nutzungsqualität des vorgeschlagenen Konzepts. (…)

Die Vorgaben zur Energieeffizienz können im Rahmen des Entwurfs gut eingehalten werden. Das Energiekonzept bestehend aus einer Wärmeversorgung durch die am Grundstück anliegende Nahwärme in Kombination mit Solarthermie ist in sich schlüssig und überzeugend dargestellt. (…)

Mit seiner behutsamen Auseinandersetzung mit der historischen Situation (bezogen auf die Mindestforderung der Denkmalpflege) und der gelungenen Fortsetzung der räumlichen und gestalterischen Qualität des neuen Campus stellt der Entwurf einen bemerkenswerten Beitrag zur Lösung der gestellten Aufgabe dar.