Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb für den Campus Geisenheim

Im städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb für den Campus Geisenheim hat das Preisgericht die Arbeit der „Ferdinand Heide Architekt Planungsgesellschaft mbH“ und des Büros „Die Landschaftsarchitekten Bittkau-Bartfelder und Ing. GbR“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

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Perspektive Eingangssituation Zentralbereich Ost
Perspektive Eingangssituation Zentralbereich Ost
Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb für den Campus Geisenheim
Wettbewerbsart Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb
Auslober Land Hessen
vertreten durch das Hessische Ministerium der Finanzen,
vertreten durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Niederlassung West
in Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst
und der Hochschule Geisenheim University
Stand des Verfahrens Preisgerichtsentscheidung vom 12. Juli 2016

Aus der Erläuterung der Jury:

Ausgehend von den hochwertigen, historischen Parkanlagen und einem Bestand geschichtlich und baukulturell für die Entwicklung des Campus prägender Gebäude, eingebettet in die Rheingauer Weinbergslandschaft, schlägt die Arbeit ein Gewebe aus Clustern und Nutzungen vor, das gleichsam stabil für Entwicklung und flexibel für Anpassungsbedarfe ist.

Der zukünftige Campus der Hochschule entwickelt sich zwischen der historischen Parkanlage am Altstandort in ihrer Verknüpfung zur Innenstadt und dem Park um Monrepos mit seinem Raumbezug in die Rheinlandschaft. Entsprechend werden die vorgeschlagenen Räume in ihren Orientierungen, Erschließungssystemen und Maßstäblichkeiten differenziert für die beiden Standorte Ost und West entwickelt.

Am östlichen Standort wird über die Setzung von Hörsaal- und Praktikumsbau mit klaren Baukörpern an der Ecke ein neuer Eingangsplatz definiert, der sich zum öffentlichen Raum öffnet, in den innenliegenden Campusraum einlädt, und mit den Neubauten im Westen verknüpfen kann. Das neue Hörsaalgebäude setzt architektonisch differenziert einen signifikanten baulichen Akzent, der adressbildend wirkt, und als Typus den topographischen Höhenversatz und die beidseitigen Erschließungsanforderungen produktiv aufnehmen kann. (…)

Der gesamte Innenbereich des Ostcampus entwickelt- abgeschlossen über den späteren Ersatzbau von 1005 im Westen - eine innere Raumspange, die maßstäblich die historischen Gebäude und Raumfolgen zusammenführen kann und die eigene Identität des historischen Campus sensibel weiterentwickeln und stärken kann. Besonders die Freiraumqualitäten werden anerkannt. (…)

Insgesamt entsteht über sensible Setzungen und signifikante Gestaltung sowohl in der städtebaulichen Struktur als auch in der vorgeschlagenen Haltung der folgenden Architekturprojekte ein Ensemble hoher Funktionalität, Raumqualität und Identität.