Teilnahmewettbewerb für PPP-Neubauprojekt startet noch in diesem Jahr

Landeslabore in Kassel erhalten zwei Neubauten

Die bislang an drei unterschiedlichen Standorten in Kassel verteilten hessischen Landeslabore sollen an einem Standort zusammengelegt werden. Hierfür sind zwei Neubauten für insgesamt 246 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant. Die Vergabebekanntmachung für dieses PPP-Neubauprojekt ist vorbereitet. Die EU-weite Veröffentlichung soll bis spätestens 20.12.2018 erfolgt sein. Die Teilnahmefrist endet am 18.02.2019.

Verfahren gestrafft und attraktiver gestaltet


Das Land Hessen hat wesentliche Verbesserungen im Verfahren vorgenommen. So werden nur drei Bieter zur Angebotslegung aufgefordert und nur mit zwei Bietern werden Verhandlungen geführt. Die Zuschlagswahrscheinlichkeit steigt dadurch signifikant. Die für Bieterentschädigungen zur Verfügung stehende Summe wurde auf insgesamt 800.000 Euro erhöht. Davon kann der in der ersten Angebotsrunde unterlegene Bieter, der ein wertbares Angebot eingereicht hatte, 150.000 Euro brutto erhalten. Für den in der zweiten Angebotsrunde unterlegenen Bieter steht eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 500.000 Euro brutto für das überarbeitete, zuschlagsreife Angebot bereit. Falls dieser Bieter zur Erstellung einer Due Diligence aufgefordert wurde, kann er gegen Kostennachweis dafür bis zu 150.000 Euro Kostenerstattung erhalten. Außerdem wurden wesentliche Optimierungen vorgenommen, um den zeitlichen und finanziellen Aufwand für potenzielle Bieter deutlich zu reduzieren und die Eintrittshürden in den PPP-Markt auch für erstmalig bietende Unternehmen weiter zu senken. Unter anderem wird der Umfang der geforderten Angebotsunterlagen für die erste Angebotsrunde gegenüber früheren PPP-Verfahren deutlich reduziert.

Die durch den Teilnahmewettbewerb qualifizierten Teilnehmer werden im April 2019 aufgefordert, bis zum August 2019 ein Angebot zu erarbeiten und abzugeben. Im Dezember 2020 sollen Vergabeentscheidung und Auftragserteilung erfolgen.

Hintergrund:
Das Gesamtprojekt zum Neubau der Landeslabore Kassel ist in zwei Bauabschnitte unterteilt – ein Laborgebäude mit rund 4.700 und eines mit rund 3.600 Quadratmetern Nutzfläche. Die geplante Brutto-Grundfläche der beiden Neubauten beträgt insgesamt 17.000 Quadratmeter. Der für die beiden Bauabschnitte beabsichtigte PPP-Auftrag umfasst den Ankauf der beiden Grundstücke sowie Planung, Bau, Finanzierung, langfristige Vermietung und den 30-jährigen Betrieb der beiden Laborneubauten. Die in einen der Neubauten zu integrierende Emissionssimulationsanlage wird durch den privaten Partner zwar ebenfalls mitgeplant und errichtet, diesem jedoch mit Fertigstellung vom Land Hessen abgekauft.

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