Es gibt viel zu tun

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Direktor des LBIH Thomas Platte, Staatsminister Boris Rhein
Direktor des LBIH Thomas Platte, Staatsminister Boris Rhein

Mit den zahlreichen Aufgaben im Hochschul- und Kulturbereich, bei Schlössern, Theatern, Museen, Forschungseinrichtungen und am Universitätsklinikum Frankfurt am Main war das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) der größte Kunde und Nutzerkreis für den Landesbetrieb Hessisches Baumanagement als zentraler Baudienstleister des Landes. Das gilt natürlich auch nach der Fusionierung mit dem Hessischen Immobilienmanagement zum neuen Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen. Durch das Hochschulbauprogramm HEUREKA und die tatkräftige Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baumanagements sind seit 2008 Gebäude entstanden, die überregionale Beachtung als Beispiele für herausragende Baukultur fanden. Das gilt ebenso für eine Vielzahl der Kulturbauten, die in den letzten Jahren errichtet oder denkmalgerecht saniert wurden.

Insbesondere durch die Aufstockung und Verlängerung von HEUREKA auf insgesamt vier Milliarden Euro bis 2025, gibt es weiterhin viel zu tun. Ich setze daher auf die Kompetenzen und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neuen Landesbetriebs bei der Aufgabe, maßgeschneiderte Lösungen für hochtechnisierte Laborbauten ebenso zu realisieren wie für denkmalgeschützte Gebäude bis hin zu Maßnahmen in unseren UNESCO-Welterbestätten. Selbst für unsere Hochschulen mit Bauautonomie sind die Kompetenzen der Vergabebereiche des Landesbetriebs unverzichtbar und werden sehr geschätzt.

Ich wünsche daher dem neuen Landesbetrieb einen erfolgreichen Start und ein gutes Gelingen bei der Bewältigung seiner vielfältigen und interessanten Aufgaben.

Die Gründung des neuen Landesbetriebes Bau und Immobilien Hessen zum 01. Januar 2016 steht kurz bevor. Das Hessische Baumanagement und das Hessische Immobilienmanagement werden künftig gemeinsame Wege gehen und mit 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alle Dienstleistungen des Bau-, Gebäude- und Standortmanagements aus einer Hand erbringen. Im Interview mit Herrn Boris Rhein, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst und Thomas Platte, Direktor des neuen Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen.
 
Herr Direktor Platte, nach einer intensiven Vorbereitungszeit geht der neue Betrieb Anfang Januar an den Start. Was ändert sich für unseren Auftraggeber und Nutzer, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst?


Der Bereich Baumanagement wird sich künftig unter anderem in die Aufgabenbereiche Hochschulbaumaßnahmen und Landesbaumaßnahmen einschließlich der Kulturbauten, der Staatstheater und der Landesmuseen mit erfahrenen Ansprechpartnern gliedern. Die Niederlassung Ost mit Sitz in Fulda wurde als neue Niederlassung mit einem eigenen Projektmanagementbereich für die Betreuung der Hochschule Fulda gegründet. Das Ressort HMWK kann sich selbstverständlich auch weiterhin auf die gewohnten Leistungen, schnelle individuelle Lösungen und die Expertise des LBIH verlassen.

Welche Vorteile ergeben sich daraus für das Ressort HMWK?
 
Mit der Fusion werden wir den eigenen Steuerungs- und Koordinierungsaufwand reduzieren. Mit der Präsenz vor Ort, der hohen Fachkompetenz und Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen etwa in puncto hessische UNESCO-Weltkulturerbestätten und Baudenkmäler, wollen wir auch künftig den speziellen Interessen des Ressorts entsprechen. Wir werden auch in der Zukunft auf Wunsch der hessischen Universitäten und Hochschulen rechtskonforme Ausschreibungsverfahren, die Ausarbeitung der Verträge mit den Freiberuflich Tätigen anbieten oder bspw. mit unserem betriebswirtschaftlichen Know-how bei der Bilanzierung der Immobilien unterstützen.
 
Herr Minister Rhein, Ihr Ressort ist derzeit unser wichtigster Auftraggeber mit jährlichen Bauausgaben zwischen 250 und 300 Millionen Euro. Welche Erwartungen haben Sie gegenüber dem zentralen Bau- und Immobiliendienstleister des Landes Hessen?

Vom LBIH als zentralen Bau- und Immobiliendienstleister erwarte ich mir in erster Linie eine zügige Umsetzung der Baumaßnahmen und natürlich die Einhaltung des vorgegebenen Budgets. Neben einer guten Qualität und nachhaltigen Lösungen, die sich auch in der Betriebsphase bewähren, sind Wirtschaftlichkeit und Termingerechtigkeit zentrale Themen des öffentlichen Bauens. Ich erwarte aber auch eine kooperative Zusammenarbeit sowohl mit den Nutzern vor Ort, als auch mit meinem Haus, denn nur so können bedarfsgerechte Lösungen entwickelt und umgesetzt werden.

Herr Minister Rhein, die abschließende Frage möchte ich Ihnen gerne stellen. Der Hochschulbau in Hessen erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Welche Visionen haben Sie vor Augen und welche Rolle wird dabei der neue Landesbetrieb spielen?

Die bauliche und technische Infrastruktur der Hochschulen ist eine wesentliche Voraussetzung im Wettbewerb um die besten Köpfe. Mit den baulichen Entwicklungsplanungen, die das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit den Hochschulen für jeden Standort entwickelt hat, steht die Planung des Hochschulbaus in Hessen auf einem soliden Fundament. Bei der baulichen Umsetzung haben wir in den vergangenen Jahren gemeinsam einiges erreicht. Ich wünsche mir, dass wir mit dem LBIH auch in Zukunft einen starken und leistungsfähigen Partner für den Hochschulbau vor Ort haben.

Herr Staatsminister Rhein, Herr Direktor Platte, vielen Dank für das Gespräch. Das Interview führte Axel Marbach, LBIH Pressestelle.