CO2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramm

Bereits im Frühling 2008 startete der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) für die von ihm bewirtschafteten Liegenschaften ein „CO2-Minderungsprogramm", um bei Sanierungsmaßnahmen und im Gebäudebetrieb eine höchstmögliche CO2-Minderung zu erzielen. Das Programm wurde zunächst mit einem Budget von 47 Mio. EUR ausgestattet und orientierte sich am Sanierungszyklus von Gebäuden bzw. deren Bauteilen, um durch die Symbiose dringend erforderlicher Maßnahmen der Bauunterhaltung mit CO2-Minderungsmaßnahmen Mehrkosten zu vermeiden.

Mit den Beschlüssen der Nachhaltigkeitskonferenz des Landes Hessen vom Oktober 2008 und Juli 2009 änderten sich die Rahmenbedingungen für das CO2-Minderungsprogramm des LBIH. Das CO2-Minderungsprogramm wurde als Teilprojekt in das Projekt CO2-neutrale Landesverwaltung integriert und übernahm dessen Ziele. Das Einsparziel orientierte sich an den Beschlüssen der Nachhaltigkeitskonferenz für die CO2-neutrale Landesverwaltung, auf der die Maßgabe einer vollständigen CO2-Neutralität bis zum Ende der Laufzeit im Jahr 2030 beschlossen wurde. Maßnahmen zur Vermeidung von CO2 wurde dabei eine höhere Priorität eingeräumt als denen zur Substitution des Energieträgers.

Anfang 2012 wurde das bisherige CO2-Minderungsprogramm zu einem „CO2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramm" (kurz: COME-Programm) erweitert. Es umfasst seitdem ein Programmvolumen von 160 Mio. €. Die Hauptziele des COME-Programms sind die Einsparung von CO2 sowie die Verbesserung der Energieeffizienz. Angestrebt wird eine Einsparung von rund 200.000 t CO2, bezogen auf eine Betrachtungszeit von 30 Jahren. Bei zahlreichen Bestandsgebäuden, die im Eigentum des LBIH stehen oder langfristig angemietet werden, wurden bzw. werden noch energetische Gebäudesanierungen, die Optimierung des energieeffizienten Betreibens durch Energiemonitoring sowie Energiespar-Contracting-Maßnahmen durchgeführt. Dabei erfolgt die Realisierung in einem erheblich höheren energetischen Standard, als durch die aktuelle Energieeinsparverordnung vorgeschrieben.

Das CO2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramm setzt die Maßgabe der CO2-neutralen Landesverwaltung konsequent und vorbildlich um, indem prioritär die Reduktion von CO2 intensiv betrieben wird. Substitution und Kompensation sind die darauf folgenden Schritte auf dem Weg zu einer vollständigen CO2-Neutralität bis 2030. Die Klimaschutzstrategien haben nur dann eine Aussicht auf Erfolg, wenn der derzeitige Verbrauch an überwiegend fossilen Energieträgern deutlich gesenkt wird. Durch die Umsetzung von baulich-technischen Sanierungsmaßnahmen in Liegenschaften, die auch unter Gesichtspunkten einer langfristigen Strategie identifiziert werden, sowie durch die Optimierung des energieeffizienten Gebäudebetriebes ist das COME-Programm auf einem guten Weg, die ambitionierten Zielvorgaben zu erreichen.

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