„Hanau erhält ein spätbarockes Kleinod und beliebtes Ausflugziel zurück.“

Hessen investiert im Staatspark Wilhelmsbad rund 37 Millionen Euro.

Richtspruch_web.jpg

Richtfest für Wiederaufbau der Parkwirtschaft
Richtfest für Wiederaufbau der Parkwirtschaft

Grund zum Feiern gab es heute in Hanau: Der Dachstuhl der Parkwirtschaft im Staatspark Wilhelmsbad ist erneuert und deshalb konnte Richtfest gefeiert werden. Der LBIH zeichnet für die Projektleitung verantwortlich.
Hessens Wissenschaftsstaatssekretärin Ayse Asar und Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms würdigten mit weiteren Ehrengästen die gelungene Aufbauarbeit an dem spätbarocken, denkmalgeschützten Gebäude, das Teil eines historischen Ensembles im Park ist. „Das Jahr 2015 war ein dunkles für den Staatspark Wilhelmsbad: Brandstifter hatten Feuer gelegt und nur dank des engagierten Einsatzes der Feuerwehrleute sowie der massiven Gebäudekonstruktion entging die Parkwirtschaft der kompletten Zerstörung. Die Landesregierung investiert hier rund 5,3 Millionen Euro, um das Gebäude wieder originalgetreu aufzubauen und seinen historischen Charakter zu erhalten. Wir wollen damit den Menschen in und um Hanau die Möglichkeit geben, dieses beliebte Ausflugsziel wieder zu besuchen und vor Ort einzukehren zu können“, erklärten die beiden Staatssekretäre gemeinsam.

Finanzstaatssekretär Dr. Worms fügte hinzu, dass neben dem Wiederaufbau des Gastraums der Parkwirtschaft auch ein Nebengebäude errichtet wird, in dem die Küche, Vorrats- und Kühlräume sowie die neuen Sanitäranlagen, einschließlich einer barrierefreien Toilette, untergebracht werden. „Doch nicht nur auf der Baustelle der Parkwirtschaft herrscht derzeit reges Treiben: Auch die Bauarbeiten am historischen Arkadenbau schreiten voran, so dass die Fertigstellung bald erfolgen kann. Rund 16 Millionen Euro investiert Hessen in die Sanierung dieses Kleinods. Als jemand, der in Hanau aufgewachsen ist, freue ich mich darüber ganz besonders“, erläuterte Worms. Er dankte allen an den Bauarbeiten Beteiligten und wünschte ihnen weiterhin ein gutes Gelingen.

Wissenschaftsstaatssekretärin Ayse Asar sagte: „Wir hatten Glück im Unglück! Das barocke Kerngebäude und einige Elemente aus späteren Entwicklungsphasen haben den Brand im Mai 2015 so weit überstanden, dass man mit den Resten für einen Wiederaufbau gut arbeiten konnte. Ich freue mich, dass die Gastronomie, wie sie vor dem Brand schon existierte, in naher Zukunft wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet sein wird. Ich wünsche allen Beteiligten beim Wiederaufbau der Parkwirtschaft bestes Gelingen.“

Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH), erinnerte an die besonderen Herausforderungen, die ein solches Projekt mit sich bringt: „Unsere Aufgabe ist, die beschädigte historische Bausubstanz bestmöglich und in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege wiederaufzubauen. Gleichzeitig wollen wir das Gebäude behutsam modernisieren, damit es künftig den heutigen Ansprüchen gerecht wird, etwa mit Blick auf die Barrierefreiheit. Das macht den Reiz dieser Baumaßnahme aus.“

Darüber hinaus brachte der Staatssekretär für die Gäste des Richtfests weitere gute Neuigkeiten aus Wiesbaden mit: „Mein Haus wird in Kürze dem Bedarf für die Sanierung und Herrichtung weiterer historischer Gebäude im Staatspark zustimmen, sodass wir zusätzlich rund 16 Millionen Euro für die Herrichtung des Stallbaus, des Badhauses und des so genannten ,Langen Baus‘ in die Hand nehmen werden. Damit ist der Fortbestand des spätbarocken Gebäudebestands im Park für viele Jahre gesichert – das ist ein sehr guter Tag für die Stadt Hanau.“

Das Badhaus soll künftig vorwiegend museal, nicht aber, wie in früheren Zeiten, für eine Vollgastronomie genutzt werden. In der Nähe der Kurpromenade gibt es mit der aufzubauenden Parkwirtschaft, deren Restaurantbetrieb gegenwärtig in einem Provisorium gut angenommen wird, bereits zwei bestehende Cafés an der Hanauer Kurpromenade. Die Wiedereröffnung der Parkwirtschaft ist derzeit für Herbst 2020 geplant.

Die Direktorin der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten, Kirsten Worms, dankte für die bisherige und weitere großzügige Unterstützung des Wilhelmsbades. Diese Initiative sei im Sinne der Denkmalpflege in hohem Maße lohnenswert. „Aufgrund glücklicher Umstände ist das Wilhelmsbad größtenteils erhalten, wie es sich zum Ende des 18. Jahrhunderts noch präsentierte.“

Pressestelle: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
Pressesprecher: Alexander Hoffmann
Telefon: +49 611 89051-404
Fax: +49 611 89051-111
E-Mail: presse@lbih.hessen.de

Hessen-Suche