Ein „Quantensprung“ für die Gießener Universitätsmedizin

Das Medizinische Lehrzentrum sowie das Medizinische Forschungszentrum stehen für die zukunftsweisende Forschung und Lehre der Gießener Universitätsmedizin.

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Durch den Umbau und die Sanierung der „Alten Chirurgie“ ist der repräsentative Klinikbau aus dem Jahr 1907 einer modernen Nutzung zugeführt worden.
Durch den Umbau und die Sanierung der „Alten Chirurgie“ ist der repräsentative Klinikbau aus dem Jahr 1907 einer modernen Nutzung zugeführt worden.

Die Gießener Universitätsmedizin kann auf eine über 400-jährige Tradition zurückblicken. Eine Tradition, die geprägt ist von großen wissenschaftlichen Erfolgen. Damit die heutigen und künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medizinischen Fakultät an diese Leistungen anknüpfen können, wird unter anderem die bauliche Entwicklung des Campusbereichs Seltersberg/Medizin stetig vorangetrieben. Am 18. Mai 2017 feierte die Justus-Liebig-Universität Gießen mit rund 300 Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die Verwirklichung von zwei zentralen Bauprojekten: die Generalsanierung und Umnutzung der „Alten Chirurgie" zum Medizinischen Lehrzentrum sowie den Neubau des Medizinischen Forschungszentrums.

Neuer Glanz für traditionsreiches Universitätsgebäude
Ein modernes Arbeitsumfeld im historischen Ambiente bietet das Medizinische Lehrzentrum in der Klinikstraße. Das denkmalgeschützte Jugendstilgebäude aus dem Jahr 1907, das umfassend modernisiert und um zwei lichtdurchflutete Hörsäle erweitert wurde, dient zukünftig als Lehr- und Dekanatsgebäude. Anlässlich der Feierstunde im neuen Hörsaal 2 des Gebäudes betonte Hessens Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland: „Altes bewahren und Neues schaffen – mit diesem Motto lassen sich die beiden fertiggestellten Bauprojekte sehr gut beschreiben. Mit dem Neubau des Medizinischen Lehr- und Forschungszentrums sowie dem Umbau und der Sanierung der „Alten Chirurgie" zum Medizinischen Lehrzentrum ist die Justus-Liebig-Universität bestens gerüstet für die stetig steigenden Anforderungen im traditionsreichen Fachbereich Medizin."

Interdisziplinäre Forschung für den medizinischen Fortschritt
Forschung auf höchstem Niveau erlaubt der Neubau des Medizinischen Forschungszentrums im Aulweg. In dem Gebäude führt die Justus-Liebig-Universität Gießen dezentrale Forschungsflächen zusammen. Damit arbeiten zukünftig Arbeitsgruppen wie etwa die „Experimentelle Neurologie", die „Kopf-Hals-Tumorforschung" sowie die „Experimentelle Unfallchirurgie" unter einem Dach. Das Raumkonzept des Neubaus unterstützt die Forscherinnen und Forscher bei der interdisziplinären Arbeit. So können die Laborräume modular zu organisatorischen Einheiten zusammengefasst werden. Besprechungszonen und Meeting-Lounges schaffen darüber hinaus multifunktionale Räume zum informellen und formellen Austausch.

Wertschätzung der Forschung und Lehre
Irene Bauerfeind-Roßmann, Abteilungsleiterin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, betonte anlässlich der Feierlichkeiten: „Das Land Hessen hat die beiden Neubauten mit insgesamt fast 49 Millionen Euro aus dem Hochschulbauprogramm HEUREKA gefördert." Diese Förderung sei ein „klares Bekenntnis der Hessischen Landesregierung zur zweitältesten und -größten Universität des Landes. „Ich bin dem Land Hessen außerordentlich dankbar, dass es die Entwicklung des Medizinstandortes Mittelhessen am Standort Gießen mit diesen beiden für die Justus-Liebig-Universität Gießen sehr wichtigen Gebäuden unterstützt hat", betonte Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität. „Diese Gebäude sind die in Beton gegossene Zukunftssicherung der Universitätsmedizin in Gießen."

Aushängeschild für die Stadt Gießen
„Alt und neu – diese beiden Gebäude, die Forschung und Lehre zusammenbringen, schlagen für mich eine Brücke zwischen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Gießener Medizin. Hier werden zukünftig Studentinnen und Studenten in die Fußstapfen großer Gießener Mediziner treten", sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und unterstrich die prägende Wirkung der Medizinischen Fakultät für die Stadt Gießen. „Der wissenschaftliche Ruf und die Innovationskraft der Medizinischen Fakultät stärken nicht nur den Wissenschaftsstandort Gießen, sondern sie tragen auch unseren Stadtnamen in die Welt hinaus. Die Gießener Medizin war und ist ein Motor für unsere Stadtentwicklung."

Zwei nachhaltige Gebäude
Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebes Bau und Immobilien Hessen (LBIH), betonte die Nachhaltigkeit der beiden Gebäude. Durch eine Revitalisierung des Medizinischen Lehrzentrums sei der ökologische Fußabdruck des identitätsstiftenden Gebäudes aus dem Jahr 1907 gering. Der Neubau des Medizinischen Forschungszentrums sei nach den aktuellen Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) geplant und ausgeführt. „Das Medizinische Forschungszentrum ist für uns ein Quantensprung", betonte Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Dekan des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, in seinem Schlusswort. Das Forschungszentrum hebe die Gießener Medizin in „eine neue Dimension".

Pressestelle: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
Pressesprecher: Axel Marbach
Telefon: +49 611 89051-400
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