Finalisten stehen fest

Die Weichen für die weitere Entwicklung des Campus Geisenheim sind gestellt. Am 30. März 2017 präsentierte Wissenschaftsminister Boris Rhein die Siegerentwürfe des Realisierungswettbewerbs für die Neubauten der Hochschule Geisenheim University.

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Wissenschaftsminister Boris Rhein hat am 30. März 2017 die Sieger-Entwürfe eines Realisierungswettbewerbs für vier neue Gebäude auf dem Campus Geisenheim vorgestellt.
Wissenschaftsminister Boris Rhein hat am 30. März 2017 die Sieger-Entwürfe eines Realisierungswettbewerbs für vier neue Gebäude auf dem Campus Geisenheim vorgestellt.

Die ersten Steine im Masterplan der Hochschule Geisenheim University sind gesetzt. Für das neue Getränketechnologische Zentrum (GTZ), das Hörsaalgebäude sowie den Neubau Logistik und das Praktikumsgebäude Lebensmittelsicherheit liegen nun ausgewählte architektonische Entwürfe vor. Sie sind das Ergebnis eines nichtoffenen Realisierungswettbewerbs, der unter der Regie des Landesbetriebes Bau und Immobilien Hessen (LBIH) durchgeführt worden ist. Nach intensiver Beratung vergab das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Gesche Grabenhorst 12 Preise und sechs Anerkennungen:

Neubau Hörsaalgebäude
1. Preis: Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart
2. Preis: Glass Kramer Löbbert BDA – G.v.Arch.mbH, Berlin
3. Preis: hks HESTERMANN ROMMEL Architekten + Gesamtplaner GmbH & Co. KG, Erfurt
Anerkennung: Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten BDA, Nürnberg
Anerkennung: Ferdinand Heide Architekt, Frankfurt am Main

Neubau Logistik
1. Preis: Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart
2. Preis: Glass Kramer Löbbert BDA – G.v.Arch.mbH, Berlin
3. Preis: hks HESTERMANN ROMMEL Architekten + Gesamtplaner GmbH & Co. KG, Erfurt
Anerkennung: Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten BDA, Nürnberg
Anerkennung: Ferdinand Heide Architekt, Frankfurt am Main

Neubau Getränketechnologisches Zentrum (GTZ)
1. Preis: Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart
2. Preis: hks HESTERMANN ROMMEL Architekten + Gesamtplaner GmbH & Co. KG, Erfurt
3. Preis: Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Anerkennung: Glass Kramer Löbbert BDA – G.v.Arch.mbH, Berlin

Neubau Praktikum Lebensmittelsicherheit
1. Preis: Glass Kramer Löbbert BDA – G.v.Arch.mbH, Berlin
2. Preis: Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart
3. Preis: Ferdinand Heide Architekt, Frankfurt am Main
Anerkennung: Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Insgesamt zwölf Architekturbüros hatten sich an dem Realisierungswettbewerb beteiligt. Wissenschaftsminister Boris Rhein, der die Siegerentwürfe in der Aula der Hochschule Geisenheim University präsentierte, zeigte sich von der Vielfalt, Qualität und Originalität der prämierten Arbeiten beeindruckt. Sie seien „zukunftsweisend für die Entwicklung der Hochschule Geisenheim University“.

Drei der vier ersten Preise gingen an die Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH aus Stuttgart. Das Büro überzeugte mit seinen Ideen für das Hörsaalgebäude, das Seminargebäude Logistik sowie das Getränketechnologische Zentrum. „Die drei markanten Häuser Getränketechnologisches Zentrum, Hörsaal- und Logistikgebäude entfalten gemeinsam mit der vorhandenen Bebauung eine identitätsstiftende Ensemblewirkung für die junge Hochschule Geisenheim“, so die Architekten Martin Bez und Thorsten Kock. „Die Neubauten werden in einer durchgängigen Formen- und Materialsprache entwickelt, um dem Campus eine attraktive Mitte mit hohem Identifikationspotenzial zu verleihen. Gestockter Beton, kräftige Holzelemente und großformatige Glasscheiben formulieren eine unverwechselbare Corporate Identity von zeitgenössischer Rustikalität. Ländliches Bauen und moderne Architektur gehen Hand in Hand.“

Den Zuschlag für das Praktikumsgebäude Lebensmittelsicherheit sicherte sich das Berliner Büro Glass Kramer Löbbert Gesellschaft von Architekten mbH. „Das neue Gebäude orientiert sich in der Kubatur und Dachform an dem schönen benachbarten Bauwerk“, urteilt die Jury. „Es entsteht ein attraktives Ensemble mit einem intimen gemeinsamen Freiraum.“

Die Erwartungen an die Wettbewerbsteilnehmer waren hoch. Sie mussten gleich für vier Gebäude Entwürfe einreichen, um zur Jurierung zugelassen zu werden. „Die anspruchsvolle Aufgabenstellung ist vom Teilnehmerkreis mit einem breiten Spektrum an kreativen Wettbewerbsarbeiten beantwortet worden“, sagte Constanze Gebhardt, Projektmanagerin beim LBIH und Mitglied des Fachpreisgerichts. „Die prämierten Beiträge werden das international anerkannte Renommee der Hochschule Geisenheim University in einer modernen Architektursprache sichtbar zum Ausdruck bringen.“

„Die 1872 gegründete Universität und der Campus haben mich durch ihre Geschichte und das aktive Leben und Lehren atmosphärisch sehr beeindruckt“, so Prof. Gesche Grabenhorst, Vorsitzende des Preisgerichts. „In der Fortschreibung verdient die Universität ein architektonisches Ensemble mit verschiedenen Architekturen, die sich zum einen mit dem Habitus des Vorhandenen auseinandersetzen und zum anderen die Strahlkraft der Universität leuchten lassen. Der städtebauliche als auch hochbauliche Wettbewerb haben qualitätvolle Konzepte ergeben, die den Standort stärken und das Gegebene in neuer Form interpretieren – die Besonderheit des Ortes in einem ganzheitlichen Konzept erfahrbar werden lassen.“

Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim, zeigte sich außerordentlich zufrieden über das Wettbewerbsergebnis: „Die vier Neubauten sind ein weiterer großer Schritt in der Entwicklung unseres Campus. Neben einer nachhaltigen Bauweise und der Verwendung natürlicher Rohstoffe, die uns an den Gewinnerentwürfen gut gefällt, stehen für uns die optimierten Nutzungskonzepte der Gebäude im Fokus: Im Getränketechnologischen Zentrum und dem Praktikumsgebäude Lebensmittelsicherheit geben wir unseren Studierenden auch zukünftig die Möglichkeit, in modernsten Räumen praxisnah ihr Wissen zu vertiefen. Der Bau für das neue Lehrgebiet Logistik und das Hörsaalgebäude stehen für die Vielfalt und die enge Vernetzung aller Teile der Wertschöpfungskette im Bereich der Spezialkulturen im Wein- und Gartenbau bei uns in Geisenheim.“

In einem nächsten Schritt werden die Preisträger zum Verhandlungsverfahren nach VgV (Vorschriften für die Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen) eingeladen. Die Wettbewerbsarbeiten sind noch bis zum 12. April 2017 in der Aula der Hochschule Geisenheim University in der Von-Lade-Straße 1 zu besichtigen. Montag bis Freitag von 12:00 bis 14:00 Uhr, Samstag von 13:00 bis 15:00 Uhr.

Pressestelle: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
Pressesprecher: Alexander Hoffmann
Telefon: +49 611 89051-404
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