Königsflügel wird von innen und außen runderneuert

Fassade wird ebenfalls instandgesetzt – Schmuckstück des Bad Homburger Schlosses soll im Frühjahr 2021 wiedereröffnen.

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Volker Langen (von links), Catherina Hermann und Thomas Platte vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen sowie Vertreter der VSG
Volker Langen (von links), Catherina Hermann und Thomas Platte vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen sowie Vertreter der VSG

An dem in Sanierung befindlichen Königsflügel des Bad Homburger Schlosses werden in Kürze auch Erneuerungsmaßnahmen an der Außenfassade beginnen. Als Bauherr im Auftrag des Landes Hessen hat der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) jetzt beschlossen, die gegenwärtig letzte laufende Phase der baulichen Instandsetzung und Restaurierung im Innern des Gebäudes noch für eine äußere Überholung zu nutzen. In diesen Tagen wird der Flügel auf allen Seiten eingerüstet.

„Der Königsflügel soll auch in seiner Außenwirkung eine erhebliche Verbesserung erfahren. Deshalb wurde zwischenzeitlich entschieden, dass das ohnehin nur eingeschränkt nutzbare Gebäude auch eine runderneuerte Fassade erhält“, erklärt Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebs, der für alle substanzerhaltenden Sanierungsarbeiten am Schloss zuständig ist.
Als Nutzerin und als Denkmalfachbehörde ist die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten (VSG) unmittelbar in die Planungen und die Umsetzung des Vorhabens eingebunden. „Wir begrüßen sehr, dass die Sanierung nun aus einem Guss sein wird,“ sagt Direktorin Kirsten Worms. „Aufgearbeitet von innen und außen wird dieses besondere Gebäude bald wieder ein echtes Schmuckstück sein.“

Mit der Entscheidung, die Fassade ebenfalls zu sanieren, steigt das Gesamtbudget aller Bauabschnitte auf rund 10 Millionen Euro. „Unter anderem stehen Arbeiten an den historischen Fensterläden an, außerdem müssen lose Putzstellen instandgesetzt werden“, kündigt Catherina Hermann an, die zuständige Projektleiterin des LBIH. Was den Anstrich betrifft, soll sich die Fassade künftig wieder stärker an die historische Farbgebung annähern.

Ebenfalls Teil der umfassenden Sanierung ist die Instandsetzung der haustechnischen Installationen und die Konservierung der kaiserzeitlichen Haustechnik. Das betrifft insbesondere die Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallation. Der denkmalgerechte Umgang mit dem Gebäude, das eine lange und wechselvolle Baugeschichte hat, ist durchaus herausfordernd. Für das Projekt mussten und müssen immer wieder tagesaktuell neue und angemessene Lösungen gefunden werden.

Durch die zusätzliche Außenerneuerung verschiebt sich der Termin der Fertigstellung des Königsflügels nur geringfügig. In ihm befindet sich das einzige in Deutschland weitgehend original erhaltene Domizil des letzten deutschen Kaiserpaares. Nach derzeitigem Stand kann die Wiedereröffnung der Museumsräume voraussichtlich für das Frühjahr 2021 geplant werden. Ziel ist es, die Fassade und den Museumsbereich im Inneren in etwa zeitgleich abzuschließen.

Pressestelle: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
Pressesprecher: Alexander Hoffmann
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