Landesmuseum Keltenwelt am Glauberg wird Vorreiter beim Klimaschutz

Presseinformation des Hessischen Ministeriums der Finanzen

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Keltenwelt am Glauberg
Keltenwelt am Glauberg

Finanzminister Dr. Schäfer gibt Startschuss für Hessens erstes klimaneutrales Museum

„Pelletheizung, Ökostrom und ein energieeffizientes Gebäude – das Keltenmuseum am Glauberg tut bereits viel, um seinen CO2-Ausstoß möglichst niedrig zu halten. Doch die Beschäftigten haben sich ein weiteres großes Ziel vorgenommen: In den kommenden Monaten soll das Museum auf einen komplett klimaneutralen Betrieb umgestellt werden. Das ist in Hessen bislang einzigartig.“ Das erklärte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer bei seinem Besuch des Museums Keltenwelt am Glauberg im Rahmen der Zukunftswochen Ökonomie und Ökologie der Landesregierung. Dorthin war Schäfer gekommen, um sich über die Maßnahmen zu informieren, die vor und hinter den Kulissen erforderlich sind, um die klimaneutrale Bewirtschaftung des Museums umzusetzen. „Die Keltenwelt wird mit diesem Schritt zum Vorreiter beim Klimaschutz. Die Umstellung ist ein Projekt mit Modellcharakter, von dem wir im Hinblick auf unser Ziel der CO2-neutralen Landesverwaltung bis 2030 viel lernen werden“, erklärte der Minister, der den Startschuss zum Projekt gab.

Die Keltenwelt am Glauberg hatte im Vorfeld bereits am Pilotprojekt „EcoStep Energie“ der vom Finanzministerium verantworteten CO2-neutralen Landesverwaltung teilgenommen. Bei EcoStep wurden die Energieverbräuche in Gebäuden untersucht. Die Energieversorgung des Museumsgebäudes erfolgt schon klimaneutral. Aufgrund der positiven Ergebnisse dieses Projektes haben sich die Beschäftigten nun vorgenommen, den gesamten Museumsbetrieb zukünftig klimaneutral zu gestalten. Es gilt also fortan bei der Messung des CO2-Ausstoßes nicht mehr das Werkstorprinzip, bei dem lediglich die Verbräuche innerhalb des Museums gemessen werden, sondern die Messungen werden auf alle klimarelevanten Kreisläufe des Museumsbetriebs ausgedehnt. „Das bedeutet, dass die Museumsmitarbeiter beispielsweise auch ihre Pendlerstrecken erfassen, dass Materialverbräuche genau dokumentiert werden und alle Lieferketten im Hinblick auf ihren CO2-Ausstoß betrachtet werden. Damit ergibt sich ein umfassenderes Bild, an welchen Stellschrauben weiter gedreht werden muss, um ein rundum klimaneutrales Museum zu bekommen“, betonte Schäfer.

„Wir haben einen vorbildlichen Museumsbau, der die keltischen Funde vom Glauberg von internationaler Bedeutung beherbergt. Daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir auch bei Nachhaltigkeit und Schutz der Umwelt ein Vorbild sind“, sagte Museumsdirektorin Dr. Vera Rupp.

An die Beschäftigten des Museums gerichtet erklärte Schäfer: „Die kommenden Monate der Umstellung werden für Sie sicherlich viele spannende Erkenntnisse und Aha-Momente bereithalten. Ich möchte mich gerne bei Ihnen bedanken, dass Sie sich zur Teilnahme am Projekt bereiterklärt haben – denn schließlich ist der Weg zum klimaneutralen Museum auch mit zusätzlichem Aufwand für Sie verbunden.“ Er sei jedoch fest davon überzeugt, so der Minister weiter, dass dieser Aufwand sich langfristig auszahlen werde. Die gesamte Landesverwaltung habe bereits in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie engagiert an der Umstellung auf eine klimaneutrale Bewirtschaftung der eigenen Liegenschaften arbeite. „Ihr Projekt wird uns wichtige Erkenntnisse liefern, was wir tun können, um das Klima noch besser zu schützen. Und was das Klima schützt, schont meist auch durch Kosteneinsparungen den Geldbeutel – das freut den Finanzminister natürlich ganz besonders“, sagte Schäfer abschließend.

Hintergrund:
Bis zum Jahr 2030 soll die gesamte Landesverwaltung CO2-neutral arbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Landesregierung die Aufgabe der CO2-neutralen Landesverwaltung Hessen gestartet, die federführend beim Finanzministerium angesiedelt ist. Damit soll der Kohlendioxid-Ausstoß der hessischen Landesverwaltung weitgehend reduziert und der verbleibende Energieverbrauch möglichst durch erneuerbare Energieträger gedeckt werden. Die verbleibenden restlichen Emissionen werden durch eine Kompensation klimaneutral gestellt.
 

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