Reine Kopfsache

Heute ist am Universitätsklinikum Frankfurt am Main das Richtfest für das größte Neubauprojekt des Landes Hessen im Hochschulbereich gefeiert worden.

20150529_DSC_0276_750.jpg

Neubau mit Besuchern: In den Erweiterungsbauten südlich des Hauptgebäudes Haus 23 werden die Neuro- und Kopffächer auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern zusammengefasst.
Neubau mit Besuchern: In den Erweiterungsbauten südlich des Hauptgebäudes Haus 23 werden die Neuro- und Kopffächer auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern zusammengefasst.

Mit den Erweiterungsbauten südlich des Hauptgebäudes Haus 23 entsteht auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern ein Zentrum für die sogenannten Neuro- und Kopffächer. Damit werden in den Neubauten die medizinischen Disziplinen Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, Neurologie, Neurochirurgie und -radiologie sowie Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie gebündelt. Kurze Wege, Synergien von Forschung und Lehre sowie Lösungen aus einem Guss für eine optimale Patientenversorgung verspricht sich das Klinikum von der räumlichen Konzentration.
 
„Wir stehen hier vor einer XXL-Baumaßnahme“, erklärte Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland anlässlich des Richtfests. „Die südlichen Erweiterungsbauten des Haus 23 sind mit insgesamt rund 208 Millionen Euro zzgl. Geräteerstausstattung das größte in Bau befindliche Neubauprojekt des Landes Hessen im Hochschulbereich.“
 
„Schon heute behandeln die Kliniken, die in dem Gebäudekomplex ihre Bleibe finden werden, ein Drittel der stationären Patienten des gesamten Universitätsklinikums Frankfurt am Main“, betonte Prof. Dr. Steinmetz, Direktor der Klinik für Neurologie, die Bedeutung der Gebäude. Besonders wichtig seien die Disziplinen auch für die Zukunft. So würde sich in Bälde die stationäre Behandlung von vier der sieben Krankheiten, die laut Prognosen bis 2050 am stärksten zunehmen werden, in den südlichen Erweiterungsbauten abspielen.
 
Prof. Dr. Pfeilschifter, Dekan des Fachbereichs Medizin, nahm die Besucher des Richtfests in seiner Rede mit auf eine geologische Zeitreise und betonte dabei die Besonderheiten des Bauprojektes. „Wir stehen hier auf einem Braunkohleflöz, der bei den Ausschachtungen zu Tage kam. Wir können also mit Fug und Recht sagen, dass die neue Kopfklinik auf Kohle und mit Kohle gebaut ist.“ Zudem nahm er die schweren Abrissarbeiten des Phosphorbunkers auf dem Baugelände zum Anlass, allen Baubeteiligten seinen besonderen Dank auszusprechen.
 
Thomas Platte, Direktor des Hessischen Baumanagements, hob die besonderen Leistungen des hbm Teams heraus. Trotz schwierigster technischer und logistischer Rahmenbedingungen sowie Bauen im laufenden Betrieb sei die erste Etappe der Bauarbeiten innerhalb von zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen worden. Allein 33.500 Kubikmeter Beton und 6.000 Tonnen Stahl habe es benötigt, um den 233.000 Kubikmeter umbauten Raum zu erschaffen.
 
Die Erweiterungsbauten südlich des Hauptgebäudes Haus 23 entstehen im Zuge der Neustrukturierung des Universitätsklinikums Frankfurt am Main. Wesentlicher Kernpunkt der baulichen Neuordnung ist eine räumliche Konzentration weiterer klinischer Fächer im Kernbereich des Klinikgeländes. Das Hessische Baumanagement hat bei dem Bauprojekt „Südliche Erweiterung des Zentralbaus“ die Projektleitung inne.

Pressestelle: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
Pressesprecher: Alexander Hoffmann-Glassneck
Telefon: +49 611 89051-404
Fax: +49 611 89051-111
E-Mail: presse@lbih.hessen.de