Richtfest ist ein wichtiger Meilenstein

Die Sanierung des historischen Stadtschlosses in Wiesbaden unter der Projektleitung des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen schreitet voran. Mit dem Wiederaufbau des Dachstuhls durch eine Stahlträgerkonstruktion ist der Abschluss eines wichtigen Bauabschnitts erreicht worden. Dies wurde mit einem Richtfest im Dachgeschoss des Stadtschlosses begangen.

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Sie kümmern sich beim LBIH um die Sanierung des Stadtschlosses: Projektleiterin Eva Westermeier (von links), Sabine Kuhlmann, Petra Böhland, Projektmanager Thomas Pitzer, Niederlassungsleiterin Elisabeth Kremers und Lothar Michel.
Sie kümmern sich beim LBIH um die Sanierung des Stadtschlosses: Projektleiterin Eva Westermeier (von links), Sabine Kuhlmann, Petra Böhland, Projektmanager Thomas Pitzer, Niederlassungsleiterin Elisabeth Kremers und Lothar Michel.

„Mit dem Wiederaufbau des Dachstuhls ist der Abschluss eines wichtigen Bauabschnitts bei der Sanierung des historischen Stadtschlosses erreicht worden“, teilte der Präsident des Hessischen Landtags Boris Rhein heute anlässlich des feierlichen Richtfests mit.

Die Sanierung schreite voran, auch wenn der Schwammbefall weitaus größer war, als bei den Voruntersuchungen festgestellt worden ist und noch weitere Pilz- und Schädlingsbefälle entdeckt wurden. Deswegen werde sich die gesamte Baumaßnahme bis etwa Ende 2021 verzögern. Bis zum Frühsommer 2021 solle das Gerüst aber zurückgebaut werden und die weiteren Maßnahmen würden danach ausschließlich im Inneren stattfinden.

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer erklärte: „Das historische Stadtschloss ist eines der wichtigsten Wahrzeichen unserer Landeshauptstadt und darüber hinaus Arbeitsplatz für rund 190 Menschen, die im Hessischen Landtag tätig sind. Damit die räumlichen Arbeitsbedingungen für sie stimmen, nimmt das Land mehr als 20 Millionen Euro in die Hand, um Dachstuhl und Obergeschoss des Schlosses zu sanieren und den Brandschutz auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Mit dem Wiederaufbau des Dachstuhls ist dabei nun ein erster bedeutender Schritt geschafft – allen Beteiligten vielen Dank dafür und vor allem gutes Gelingen für alle weiteren Baumaßnahmen!“

Die damals geplante Kostenermittlung basierte auf der Grundlage von punktuellen Bauteilöffnungen und lokal begrenzten Untersuchungen, nachdem zuvor nur in einzelnen Büroräumen im Ostflügel des Dachgeschosses Wandverfärbungen und Schimmelflecken entdeckt wurden. Nach nunmehr fast zwei Jahren Bautätigkeit und stetig neuer Erkenntnisse zum Bauzustand zeichnen sich heute Schadensbilder von weitaus größerem Ausmaß ab, als damals angenommen. Dies drückt sich auch in Kostensteigerungen von 18,1 Mio. Euro auf aktuell prognostiziert 20,4 Mio. Euro aus, was einer Steigerung um ca. 13 Prozent entspricht.

Öffentliche Baustellenbesichtigungen
Am Samstag, dem 26. Oktober 2019 werden Baustellenbesichtigungen für die Öffentlichkeit angeboten. Von 11.00 bis 17.00 Uhr finden im 20-Minuten-Takt Besichtigungen für jeweils 20 Personen statt. Die Besichtigungen sind nicht barrierefrei. Aus Sicherheitsgründen erfolgt eine Durchleuchtung und die Mitnahme von großen Taschen ist nicht zugelassen.

Zur Informationen für alle Interessierten hat der Hessische Landtag eine Internetseite mit umfangreichen Informationen und einen Baustellen-Ticker eingerichtet, in dem unter
der folgenden Webadresse über aktuelle Einzelmaßnahmen berichtet wird:
www.der-landtag-baut.de

Allgemeine Information
Während des Zweiten Weltkrieges hat ein Bombeneinschlag den Ostflügel des Stadtschlosses erheblich beschädigt. Infolge der in der Nachkriegszeit nicht fachgerecht durchgeführten Reparatur kam es in Teilen des Dachstuhls und der Wände zum Eindringen von Feuchtigkeit. Die Sanierung ist nunmehr erforderlich, weil über viele Jahre unbemerkt schwere Schäden an der Dach- und Deckenkonstruktion entstanden sind, die durch Hausschwamm verursacht wurden. Aus diesem Grund ist eine Erneuerung der Dachkonstruktion notwendig und es müssen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, die sich auch auf das 2. Obergeschoss des Schlosses erstrecken. Außerdem muss in diesem Zusammenhang der Brandschutz im gesamten historischen Gebäude modernisiert werden.

Pressestelle: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
Pressesprecher: Alexander Hoffmann
Telefon: +49 611 89051-404
Fax: +49 611 89051-111
E-Mail: presse@lbih.hessen.de

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