Sababurg: Ausgang des Nachprüfungsverfahrens entscheidend für den weiteren Zeitplan

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Sababurg in Hofgeismar
Sababurg in Hofgeismar

Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) koordiniert im Auftrag des Landes umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Sababurg im nordhessischen Reinhardswald. Damit möchte das Land einen erfolgreichen Betrieb der Sababurg als Hotel, Restaurant und Veranstaltungsort auch in Zukunft ermöglichen und den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Nordhessen stärken.

Erste wesentliche Schritte in der Instandsetzung der Burganlage wurden bereits abgeschlossen. So wurden in den vergangenen Jahren unter anderem der Westturmhelm und die WC-Anlagen im Außenbereich erneuert. Auch der nichtkonstruktive Abbruch und die Rückbauarbeiten technischer Anlagen für den geplanten Neubau wurden bereits abgeschlossen. Hintergrund ist, dass der bestehende Hotel- und Restaurantbau aus den 1970er-Jahren vollständig abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden soll, der einen modernen Hotel- und Restaurantbetrieb ermöglicht.

Derzeit ist das weitere Vorgehen für die Baumaßnahme abhängig von einer Entscheidung in einem Nachprüfungsverfahren zur Vergabe der nötigen Planungsleistungen. Der Grund: Im Anschluss an das Vergabeverfahren zur Beauftragung eines Architekturbüros für den Neubau hatte ein unterlegenes Büro Einspruch vor der Vergabekammer eingelegt. Erst nach der Entscheidung kann der LBIH in dieser Sache wieder tätig werden. Wann ein Urteil gefällt wird, ist nicht absehbar. Das macht auch genauere Einschätzungen zur künftigen Zeitplanung derzeit unmöglich.

Fest steht allerdings inzwischen, dass es aufgrund des noch nicht entschiedenen Nachprüfungsverfahrens zu einem merklichen zeitlichen Verzug kommt. Eine Fertigstellung der Neubau- und Sanierungsarbeiten noch 2022 wird nicht möglich sein. Eine neue Einschätzung ist vor Ende des Nachprüfungsverfahrens nicht zu treffen. Das gilt auch für eventuelle Zusatzkosten. Allerdings sind aufgrund der Baupreisentwicklung während des Vergabekammerverfahrens gegebenenfalls auch Mehrkosten im Verhältnis zur ursprünglichen Planung zu berücksichtigen.

„Wünschenswert ist eine baldige Entscheidung im Nachprüfungsverfahren, um die Arbeiten auf dem Gelände der Sababurg weiter voranbringen zu können“, erklärt LBIH-Direktor Thomas Platte.

Die im Anschluss folgende Maßnahme umfasst den Neubau eines Hoteltraktes an Stelle des früheren Wirtschaftsgebäudes und des bisherigen Hotel- und Restaurantgebäudes sowie den Umbau und die Modernisierung des Kanzleigebäudes inklusive des Westturms. Außerdem sollen die zur Sababurg gehörenden Außenanlagen samt der Parkplätze instandgesetzt werden. Tiefbaumaßnahmen und die Herrichtung der Terrassenflächen sind ebenfalls geplant.

Während der Sanierungszeit wird in Abstimmung mit der Stadt Hofgeismar geplant, das Außengelände der Burg bei entsprechender Witterung für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen, soweit die Bauarbeiten und die derzeitige Pandemielage das zulassen. Auch die Fortführung der Außengastronomie an Wochenenden und Feiertagen ist angedacht. Die Suche nach einem geeigneten Pächter wird der LBIH rechtzeitig vor Ende der Sanierungsarbeiten beginnen, sobald eine genauere Zeitplanung erfolgen kann.

Pressestelle: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
Pressesprecher: Alexander Hoffmann-Glassneck
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