Dom LM Auftaktveranstaltung

Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen

Gerüstbau am Hauptportal läutet Sanierung ein

LBIH und Bistum informieren über umfangreiche Arbeiten.

DARUM GEHT ES:

Ein neuer Dachstuhl, neue Schieferdachflächen und die Instandsetzung der Fassadenflächen: Am Limburger Georgsdom starten mit der Aufstellung des Gerüsts am Hauptportal die umfangreichen Sanierungsarbeiten. Sie sollen nach aktueller Planung bis 2030 abgeschlossen sein. Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Institutionen informierten heute über das Großprojekt und luden dazu auch die Anwohnerinnen und Anwohner des Doms ein.

ZITATE GENERALVIKAR UND DOMDEKAN DR. WOLFGANG PAX, BISTUM LIMBURG:

„Es ist ein gutes und wichtiges Zeichen, dass die Restaurierung unseres Limburger Doms nun sichtbar beginnt. Dafür sind Diözese und Domkapitel dem Land Hessen und allen Beteiligten sehr dankbar. Nach einer langen Phase der Vorbereitung und des Wartens freuen wir uns, dass es nun losgeht und damit bald auch die seit zwei Jahren notwendigen Sicherungsnetze entfernt werden können.“

„Der Limburger Dom ist weit mehr als ein außergewöhnliches Baudenkmal. Er ist die Bischofskirche unseres Bistums, ein Ort des Glaubens und des Gebets und zugleich ein Wahrzeichen für die Stadt, die Region und für ganz Hessen. Seit Jahrhunderten prägt er diesen Ort und die Menschen, die hier leben und zu uns kommen. Diesen einzigartigen Dom für kommende Generationen zu bewahren, ist eine große gemeinsame Verantwortung.“

ZITAT ARMIN SCHWARZ, HESSISCHER MINISTER FÜR KULTUS, BILDUNG UND CHANCEN:

„Ich freue mich, dass nun die Ausführungsphase der Baumaßnahme beginnen kann. Im Rahmen der Planungsphase wurden grundlegende Erkenntnisse gewonnen, die als stabiles Fundament für die folgende Bauphase dienen. Das Land kommt seiner staatspolitischen Verantwortung verlässlich nach. Wir stellen die notwendigen Mittel bereit, um die Bausubstanz des Limburger Domes langfristig zu erhalten und für die Zukunft zu sichern. Ich freue mich auf das Endergebnis und danke allen, die sich dieses Projekts annehmen.“

ZITATE HESSENS FINANZMINISTER PROFESSOR DR. R. ALEXANDER LORZ:

„Der Limburger Dom ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern vor allem ein zentrales christliches Bauwerk und damit für viele Menschen ein Symbol des Glaubens. Mit der Sanierung investiert das Land Hessen nicht nur in den Erhalt eines Kulturdenkmals von höchstem Rang, sondern auch in die Bewahrung eines geistlichen und kulturellen Erbes für kommende Generationen.“

„Trotz gründlicher, intensiver Sanierungsvorbereitung kann ein so historisches Gebäude wie der Dom im Verlauf der Arbeiten noch Überraschungen bereithalten, die sich dann mitunter auch auf den Sanierungszeitraum und die Kosten auswirken. Doch wir sind dem dauerhaften Erhalt dieser Kirche und unseres kulturellen Erbes verpflichtet. Ich danke dem LBIH und allen Projektbeteiligten für die intensiven Abstimmungen und Voruntersuchungen. Der Baubeginn wird mit der Aufstellung des Gerüsts am Hauptportal nun endlich sichtbar!“

ZITAT DR. MARIUS HAHN, BÜRGERMEISTER DER STADT LIMBURG:

„Der Dom ist zum Glück keine Baustelle der Stadt, doch Limburg und Dom sind untrennbar miteinander verbunden. Von daher freue ich mich als Bürgermeister dieser Stadt, dass ihr Wahrzeichen für die nächsten Jahrzehnte ertüchtigt wird und sich zugleich herausputzt für den Geburtstag, der im Jahr 2035 ansteht. Eine Baustelle dieser Größe und mit dieser schwierigen Zuwegung ist immer auch mit Beeinträchtigungen verbunden. Wir sollten alle gemeinsam daran arbeiten, dass die Baustelle unfallfrei und zügig verläuft und sich die Einschränkungen für Anlieger und Besuchende des Doms möglichst auf ein Minimum begrenzen.“

ZITATE SINA VORBACH, PROJEKTMANAGERIN LANDESBETRIEB BAU UND IMMOBILIEN HESSEN:

„Die Fassaden- und Dachsanierung geht in den ersten Bauabschnitt. Noch im August wird man als erstes Zeichen beobachten können, wie das Fassadengerüst am Hauptportal des Doms in die Höhe wächst. Mit den Reinigungsarbeiten an der Fassade geht die Maßnahme weiter, ehe ab dem folgenden Jahr die Fachleute die Fassade restaurieren. Auch die Arbeiten am Dachstuhl beginnen dann.“

„Eine Herausforderung werden die engen Gassen in der Limburger Altstadt darstellen: Hierdurch wird auch der Baustellenverkehr führen, um das Material zur Baustelle zu transportieren. Wir bitten bereits heute um Verständnis, dass es während der Sanierungsphase manchmal auch zu Verzögerungen im Verkehrsfluss kommen kann. Das lässt sich bei einem herausfordernden Sanierungsprojekt dieser Größenordnung trotz sorgfältiger Planung leider nicht vermeiden.“

Fragen und Antworten

Für den Georgsdom existiert eine sogenannte Baulastverpflichtung des Landes Hessen. Diese beruht auf einem Vertrag des Landes Hessen mit den Katholischen Bistümern in Hessen aus dem Jahr 1963. Die gleiche Regelung gilt für den Dom zu Fulda sowie – aufgrund eines Vertrags des Landes Hessen mit den Evangelischen Landeskirchen in Hessen von 1960 – für die Elisabethkirche und die Universitätskirche in Marburg. 

Auf der Ebene der Landesregierung werden die Baulastverpflichtungen für diese vier Kirchen, bei denen es sich um hessische Baudenkmäler allerhöchsten Ranges handelt, im Hessischen Kultusministerium betreut. Das Kultusministerium ist für die Regelung der Rechtsbeziehungen zwischen Staat und Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zuständig. Alle übrigen ehemaligen Baulastverpflichtungen des Landes Hessen an kirchlichen Gebäuden sind seit 1960 bzw. 1963 abgelöst.

An der Baumaßnahme beteiligt sind unter anderem das Domkapitel Limburg und das Diözesanbauamt. Planung und Projektleitung übernimmt der LBIH. Dem vom LBIH beauftragten Architekten werden Vermesser, Tragwerksplaner, restauratorische Fachbauleitung, Bauforscher, Holz-, Glas und Dachgutachter sowie Fachplaner für Elektro- und Blitzschutz zur Seite gestellt.

Der sorgsame Umgang mit dem Baudenkmal erfordert ein abgestimmtes Zusammenspiel von vielfältigen Fachdisziplinen. Nach heutiger Planung sollen die Arbeiten im Jahr 2030 abgeschlossen sein.

Die Arbeiten beginnen mit dem ersten Bauabschnitt an der Westgruppe, also im Bereich des Hauptportals des Georgsdoms. Daran anschließend gibt vier weitere Bauabschnitte – vom Vierungsturm über die Querhäuser, das Langhaus bis zur Ostgruppe. Insgesamt werden von rund 3.400 Quadratmeter Dachfläche und weitere 6.900 Quadratmeter Fassadenfläche bearbeitet. 

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