Beim Richtfest für das Polizeidienstgebäude im Darmstädter Pupinweg: Fritz Rinderspacher (Niederlassungsleiter, GOLDBECK Südwest GmbH, von links), Carsten Hense (Geschäftsführer GOLDBECK Public Partner GmbH), Petra Zellner (Vertreterin des Direktors, Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen), Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Innenstaatssekretär Martin Rößler, Oberbauleiter Holger Liehr (GOLDBECK) und Polizeipräsident Christian Vögele (Polizeipräsidium Südhessen).

Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen

Richtfest für neues Polizeidienstgebäude in Darmstadt

Das neue Polizeidienstgebäude Pupinweg in Darmstadt wird die bisher dezentralen Einheiten des Polizeipräsidiums Südhessen in einem Neubau zusammenführen. Neben der bereits an dem Standort ansässigen Polizeiautobahnstation werden hier künftig auch weitere Einheiten wie die Verkehrsinspektion und die Sonderdienste mit dem Diensthundewesen gemeinsam untergebracht sein.

Jetzt wurde das Richtfest für den ersten Bauabschnitt gefeiert.

Zitat Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz:

„Der Standort am Pupinweg ist nicht zufällig gewählt: Seine verkehrsgünstige und taktisch optimale Lage unterstreicht die strategische Bedeutung für die gesamte Region. Der Neubau steht für moderne Polizeiarbeit, für Nachhaltigkeit und Effizienz. Das öffentlich-private Kooperationsprojekt umfasst den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes vom Bauen über das Betreiben bis hin zur Instandhaltung. Dabei verbleiben Grundstück und Gebäude im Eigentum des Landes. Ich danke allen, die dieses Projekt möglich machen und zu einem Ort der Sicherheit, der Effizienz und der Nachhaltigkeit machen.“

Zitat Innenstaatssekretär Martin Rößler:

„Das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz legt großen Wert auf eine zeitgemäße Ausstattung der rund 22.000 Bediensteten der hessischen Polizei. Dazu gehören ganz wesentlich auch Dienstgebäude, die den Anforderungen an moderne Polizeiarbeit entsprechen. Umso mehr freue ich mich, dass im Pupinweg eine Polizeidienststelle auf der Höhe der Zeit entsteht und Richtfest für den ersten Bauabschnitt gefeiert werden konnte. Durch die Zusammenführung mehrerer Dienststellen und fast 400 Polizeibediensteter in einem neuen Gebäudekomplex werden vielfältige Synergieeffekte erzielt. Mein Dank gilt allen, die an der Planung und Realisierung des für die Sicherheit in Darmstadt und der Region so wichtigen Bauprojekts mitwirken.“

Zitat Petra Zellner, Vertreterin des Direktors des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH):

„Am Pupinweg entsteht mit dem neuen Polizeidienstgebäude ein Leuchtturmprojekt für moderne, nachhaltige und sichere Polizeiarbeit in Hessen. Die beiden Baukörper mit weiß-anthrazitfarbener 3D-Fassade werden nach Fertigstellung nicht nur architektonische Akzente setzen, sondern durch ihre nicht bekletterbare Fassade auch für Sicherheit stehen. Geothermie, Photovoltaik und ein Primärenergieverbrauch von 45 Prozent unter der Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes unterstreichen den nachhaltigen Anspruch. Ich freue mich auf die Fertigstellung des Dienstgebäudes und den zweiten Bauabschnitt, der den Standort mit Parkhaus, Nebengebäude und moderner Infrastruktur komplettiert.“

Zitat Carsten Hense, Geschäftsführer bei Goldbeck Public Partner GmbH:

„Das Richtfest heute zeigt, was hier am Pupinweg bereits gewachsen ist. Der Neubau ist ein wichtiger Beitrag zur modernen Polizei-Infrastruktur in Hessen und orientiert sich klar an den Anforderungen moderner Polizeiarbeit. Für uns als GOLDBECK steht dieses Projekt zugleich für die Verantwortung, öffentliche Infrastruktur gemeinsam mit dem Land Hessen verlässlich und partnerschaftlich zu realisieren – von der Planung über die Umsetzung bis in den Betrieb.“

Zitat Polizeipräsident Christian Vögele:

„Mit dem Neubau schaffen wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter moderne Arbeitsbedingungen, die den Anforderungen einer hochspezialisierten Polizeiarbeit gerecht werden. Ob Verkehrssektor, Diensthundewesen oder Bearbeitung schwerster Kriminalität – die neuen Gebäude bieten die notwendige Infrastruktur, um unsere Aufgaben effizient, professionell und auf hohem fachlichem Niveau wahrnehmen zu können. Davon profitieren sowohl unsere Beschäftigten als auch die Bürgerinnen und Bürger, für deren Sicherheit wir täglich im Einsatz sind.“

Fragen und Antworten

Am Pupinweg in Darmstadt entsteht ein neues Polizeidienstgebäude, um mehrere bisher über die Stadt verteilte Einheiten an einem zentralen Standort zusammenzuführen. Dadurch können sich rund 400 Bedienstete besser vernetzen und in modernen Räumlichkeiten arbeiten. Neben der bereits ansässigen Polizeiautobahnstation Südhessen ziehen auch weitere Einheiten, wie die Verkehrsinspektion, und die Sonderdienste mit dem Diensthundewesen ein. Ein weiterer Grund für den Neubau ist der erhöhte Platzbedarf, der sich aus der Sicherheitsoffensive der Hessischen Landesregierung ergibt.

Das Projekt ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt begann im Juli 2025 mit dem Bau eines Dienstgebäudes, bestehend aus zwei Baukörpern, im Süden des Areals, das voraussichtlich Mitte 2027 fertiggestellt wird. Die Polizistinnen und Polizisten sollen das Gebäude dann Mitte 2027 beziehen. Im zweiten Bauabschnitt folgen der Rückbau der alten Dienstgebäude sowie der Bau eines Parkhauses und von Nebengebäuden für die Polizeifahrzeuge. Die vollständige Fertigstellung aller Abschnitte ist für Mitte 2028 geplant.

Kooperationsmodelle zielen auf eine langfristige Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft ab. Der Vorteil liegt im Lebenszyklusansatz, der Planung, Bau, Betrieb und Verwertung eines Gebäudes optimiert. Dadurch lassen sich Kosten und Termine sicherer kalkulieren. Im Fall des Polizeineubaus in Darmstadt hat das Land Hessen den Auftrag für beide Bauabschnitte an das Unternehmen Goldbeck vergeben. Dieses übernimmt nicht nur Planung, Bau und Finanzierung, sondern auch die langfristige Vermietung und den 30-jährigen Betrieb der Neubauten. Das Land bleibt dabei Eigentümer von Grundstück und Gebäuden. Die Gesamtkosten liegen im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Die neuen Gebäude werden in einer materialschonenden Bauweise errichtet. Die Firma Goldbeck setzt auf eine systematisierte Bauweise, bei der wesentliche Elemente vorgefertigt und vor Ort montiert werden. Dies verkürzt die Bauzeit und senkt die Kosten. Geplant ist zudem ein hoher Begrünungsanteil, bei fast 40 Prozent der Fassadenflächen des Parkhauses und etwa 17 Prozent des Dienstgebäudes. Das Architekturbüro Dohle + Lohse hat den Entwurf so gestaltet, dass sich die Gebäude harmonisch in die Umgebung einfügen und eine nahbare Architektur bieten.

Das Gebäude erfüllt den BNB-Silber-Standard des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen.  Es wird durch eine Geothermieanlage mit Sole-Wasser-Wärmepumpe sowie mehrere Luft-Wasser-Wärmepumpen beheizt. Eine eigene Photovoltaik-Anlage sorgt dafür, dass die Liegenschaft vollständig autark mit regenerativer Energie versorgt wird. Zusätzlich tragen ein Biodiversitätskonzept, die extensive Dachbegrünung der Gebäude und die materialeffiziente Bauweise durch Fertigteilbau zum nachhaltigen Gesamtkonzept bei.

Der 1. Bauabschnitt wird voraussichtlich Mitte 2027 fertiggestellt und übergeben. Anschließend folgt der 2. Bauabschnitt mit dem Rückbau des bestehenden Dienstgebäudes und der Errichtung eines Parkhauses sowie der Nebengebäude. Die Übergabe des gesamten Projekts ist für Mitte 2028 geplant.

Auf einer Nettogrundfläche von rund 22.000 m² entstehen ein Dienstgebäude, bestehend aus zwei viergeschossigen Baukörpern, sowie ein Parkhaus mit rund 260 Stellplätzen und Nebengebäude. Das Grundstück bleibt Eigentum des Landes Hessen.