Landeslabore in Kassel erhalten zwei Neubauten

Lesedauer:2 Minuten

Die bislang an drei unterschiedlichen Standorten in Kassel verteilten hessischen Landeslabore sollen an einem Standort zusammengelegt werden. Hierfür sind zwei Neubauten für insgesamt 246 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant. Das Vergabeverfahren für dieses ÖPP-Neubauprojekt befindet sich aktuell in der Angebots- und Verhandlungsphase. Der Vertragsschluss ist für 2022 avisiert.

Verfahren gestrafft und attraktiver gestaltet

Das Land Hessen hat wesentliche Verbesserungen im Verfahren vorgenommen. So wurden nur drei Bieter zur Angebotslegung aufgefordert und nur mit den zwei besten Bietern Verhandlungen aufgenommen. Die für die Bieterentschädigung zur Verfügung stehende Summe wurde auf insgesamt 800.000 Euro erhöht. Außerdem wurden wesentliche Optimierungen vorgenommen, um den zeitlichen und finanziellen Aufwand für potenzielle Bieter deutlich zu reduzieren. Die Aussichten auf die Zuschlagserteilung und damit auf den Projekterfolg steigen dadurch signifikant.

Hintergrund

In den zwei Neubauten sollen die Dienststellen des Landesbetriebes Hessiches Landeslabor (LHL), des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) sowie des Regierungspräsidiums zusammengelegt werden. Das Gesamtprojekt zum Neubau der Landeslabore Kassel ist in zwei Bauabschnitte unterteilt – ein Laborgebäude mit rund 4.700 und eines mit rund 3.600 Quadratmetern Nutzfläche. Die geplante Brutto-Grundfläche der beiden Neubauten beträgt insgesamt 17.000 Quadratmeter. Der für die beiden Bauabschnitte beabsichtigte ÖPP-Auftrag umfasst den Ankauf der beiden Grundstücke sowie Planung, Bau, Finanzierung, langfristige Vermietung und den 30-jährigen Betrieb der beiden Laborneubauten. Die in einen der Neubauten zu integrierende Emissionssimulationsanlage wird durch den privaten Partner zwar ebenfalls mitgeplant und errichtet, diesem jedoch mit Fertigstellung vom Land Hessen abgekauft.